Verliert Europa den Breitbandanschluss an den Rest der Welt?
Als Breitbandanschluss wird der Zugang zum Internet mit verhältnismäßig hoher Datenübertragungsrate bezeichnet. Dieser verfügt im Vergleich zu älteren Zugangstechniken wie Telefonmodem- oder ISDN-Einwahl (die als Schmalbandtechnik gelten), über vielfach höhere Geschwindigkeit. Der Breitbandanschluss wird auch als Breitbandzugang und Breitband-Internetzugang bezeichnet. Der Begriff findet vor allem in der
Eine allgemein gültige Definition, ab wann ein Zugang als Breitbandanschluss gilt, gibt es nicht. Im Februar 2009 legte die deutsche Bundesregierung eine Mindestübertragungsrate von 1 MBit/s fest. Damit wären über 90Prozent der Haushalte mit Breitbandanschluss versorgt. Würde man die Rate auf 2 MBit/s anheben, wären es nur noch 70 Prozent. Im
Verliert Europa den Breitbandanschluss an den Rest der Welt?
Leider muss man sagen, dass Europa beim Ausbau der Glasfasernetze eher zu denSchlusslichtern zählt. So hatten nur 6 von 100 Haushalten Ende 2009 Zugang zu einem Glasfasernetz. In führenden Ländern liegt die Quote deutlich höher. In Korea haben 40 Prozent der Haushalte die Möglichkeit ihren Breitbandanschluss über Glasfaser zu beziehen. In Japan liegt der Anteil immer noch bei über 30 Prozent. Laut einer aktuellen Studie liegen die meisten europäischen Länder beim Ausbau der Netzt im internationalenVergleich 7 Jahre zurück. Dadurch müssten auch im internationalen Standortwettbewerb Abstriche gemacht werden. Deutschland hinkt mit seinen 2% selbst europäischen Ländern hinterher. Im Vergleich dazu die führenden EU-Länder: Portugal (23%), Dänemark (30%), Lettland (51%) und Slowenien (54%).
Breitbandanschluss dank Glasfasernetz – Die Versorgung muss deutlich ausgebaut werden
In den führendenLändern werden die Anbieter in Form von speziellen Fonds durch die Regierung gefördert. Zudem wäre es von Vorteil, wenn die Wettbewerber innovative Partnerschaften eingingen um die hohen Kosten beim Ausbau der Glasfasernetze für Breitbandanschluss bewältigen zu können. Diesem Beispiel ist die deutsche Telekom gefolgt und kooperiert bereits mit der EWE während in Heilbronn und Würzburg Pilotprojekte mit Vodafongestartet sind. Andernfalls schnappen sich alternative Anbieter die besonders prestigeträchtigen Großstädte weg – so geschehen durch M-Net in München, NetCologne in Köln oder wilhelm.tel in Norderstedt und Hamburg.
Diese alternativen Festnetzanbieter sind für sagenhafte 65 Prozent der Ausbauten in Europa verantwortlich! Der Breitbandanschluss wird also voran getrieben, sodass hoffentlich bald jeder über einenschnellen Netzzugang verfügt. So hat die Deutsche Telekom angekündigt den Ausbau des Kupfer-Netzwerkes voranzutreiben und ihr FTTB/H Netz bis 2012 auf 4 Millionen Haushalte auszubauen. FTTB heißt Fibre to the Basement und mein die Anbindung des Glasfasernetzwerkes bis zum Gebäude. FTTH ist die Verlegung bis in die Wohnung (Fibre to the Home).

